Besonderheiten

Das Besondere an unseren torffreien Erden sind ihre aufwendigen Rezepturen aus ausgereiften und strukturstabilen Rohstoffen höchster Qualität. Torf ist nach wie vor ein Rohstoff, dessen pflanzenbauliche Eigenschaften durch einen Ersatzstoff allein nicht ersetzt werden kann. Dies ist jedoch für die Herstellung praxistauglicher, torffreier Substrate auch gar nicht notwendig.


Warum Torf ersetzbar ist 

Wir bei ökohum haben frühzeitig erkannt, dass für eine erstklassige und kultursichere Erdenqualität mehrere organische und mineralische Zuschlagstoffe eingesetzt werden müssen. Und jeder einzelne Zuschlagstoff muss auch noch höchste Qualitätsanforderungen  erfüllen. Unsere torffreien Substratmischungen bestehen aus bis zu fünf verschiedenen Zuschlagstoffen. So können Nachteile, die jeder Zuschlagstoff naturbedingt besitzt, minimiert und gleichzeitig die Vorteile optimiert werden. Zusätzlich müssen alle Zuschlagstoffe in einem ausgeklügelten Volumenverhältnis untereinander vorliegen. Aus günstigem Kompost, einfacher Holzfaser und etwas Perlite lassen sich keine erfolgversprechenden Substrate herstellen. Zudem bedingt eine zu geringe Anzahl von Zuschlagstoffen ein meist ungünstiges Mischungsverhältnis.

Unsere Kunden widerlegen jede Saison auf's Neue die Aussage der Torfindustrie, dass der Torf erst den Erden eine professionelle Qualität gebe.


Positive Eigenschaften torfreduzierter und torffreier Erden

ökohum-Erden zeichnen sich durch folgende pflanzenbaulichen Vorteile aus:

  • die natürliche Belebung unserer Humuskomponenten gibt den Pflanzenwurzeln naturnahe Bedingungen und macht sie widerstandsfähiger gegen bodenbürtige Krankheiten (sog. phytosanitäre Wirkung)
  • ökohum Rindenhumus und ökohum Rindenkompost besitzen eine hervorragende Nährstoff- und pH-Pufferung - so kann der Tonanteil deutlich reduziert werden

  • weniger Ton vermindert die Gefahr von Verschlämmung und Schrumpfrissen (Gießrand!); hinzu kommt, dass ökohum nur relativ verschlämmfeste Tonqualitäten verwendet.
  • die Kombination aus organischen und mineralischen Zuschlagstoffen gewährleistet eine lang anhaltende Strukturstabilität, Erden sacken nicht so schnell zusammen
  • unsere mineralischen Komponenten sind überwiegend offenporig und haben ein ausgeglichenes Verhältnis wasser- und luftgefüllter Poren. Dies gibt Sicherheit bei witterungsbedingt ungünstigen Kulturbedingungen.
  • ökohum-Substrate nehmen sehr gut Wasser auf, auch wenn mal das Gießen vergessen wurde. Auf chemische Netzmittel können wir verzichten
  • die Mischungen weisen ein ideales Verhältnis zwischen luft- und wassergefüllten Poren auf, sind von Natur aus Wasser speichernd mit gleichzeitig guter Drainagewirkung. Wichtig für die Wurzelatmung
  • unser Dauerhumus enthält bereits nennenswerte Anteile von Phosphor und Kalium. Dies wird bei der Aufdüngung berücksichtigt und so werden wichtige Rohstofflagerstätten für die Düngerherstellung geschont
  • ökohum-Substrate trocknen an der Oberfläche schneller ab, so wird dem Wachsen von Unkraut, Algen und Lebermoos wirkungsvoll vorgebeugt.
  • ökohum-Substrate verdunsten weniger Wasser direkt über die Topfoberfläche, so wird Wasser eingespart und die Luftfeuchte im Gewächshaus bleibt niedriger. Dies ist besonders im Winterhalbjahr von Bedeutung, Pilzinfektionen wie z.B. Mehltau und Botrytis werden reduziert
  • in Humussubstraten kultivierte Pflanzen werden kompakter und ausgewogener im Habitus

 

Besonderheiten bei Kulturführung und Düngung torffreier Erden

In der Regel besitzen torffreie Substrate eine geringere Kapillarität als Torfsubstrate, die sog. „Schwammstruktur“ ist nicht so stark ausgeprägt.  Dies ist eine wichtige Eigenschaft, welche beim Bewässerungsmanagement unbedingt beachtet werden muss. Eine trockene Substratoberfläche ist folglich noch kein Hinweis auf eine zu trockene Kultur!

Da unsere Substrate gut Wasser halten, empfiehlt es sich, beim Umstieg von Torfsubstraten zur Einschätzung des aktuellen Wasserbedarfs einige Töpfe anzuheben oder deren Feuchte mit einem Finger zu bestimmen.  Bei größeren sortenreinen Kulturen leisten Tensiometer gute Dienste. Grundsätzlich können torflose Kulturen trockener mit einer geringeren Saugspannung gefahren werden als Torfkulturen.

Unsere torffreien Substrate weisen zudem eine Belebung mit natürlich vorkommenden Mikroorganismen auf, deren Stickstoffbedarf bei der betrieblichen Auf- und Nachdüngung berücksichtigt werden muss. Dies stellt keinen Mangel am Substrat dar, sondern ist von uns so beabsichtigt. Torffrei geführte Kulturen benötigen nicht unbedingt mehr Dünger, sondern lediglich eine leicht geänderte Nährstoffzusammensetzung zugunsten von Stickstoff (N) und weniger Phosphor (P) und (K). Eine Aufdüngung kann rein organisch, mineralisch oder kombiniert organisch-mineralisch erfolgen. Auch eine Kombination aus Feststoff-Grunddüngung und Flüssig-Nachdüngung ist gut machbar. Geeignete Dünger können über uns als lieferkostenfreie Beiladung bezogen werden. Auch für den Endverkauf bieten wir auf unsere Substrate abgestimmte Dünger in Kleinpackungen an. Näheres zur Düngung im ökologischen Landbau erfahren Sie hier.

Das etwas andere Gießverhalten und die leicht geänderte Aufdüngung werden vom Gärtner erfahrungsgemäß rasch erlernt.
Nicht nur für Gärtner, die noch keine torflose Erfahrung gesammelt haben, empfiehlt sich ein Vor-Ort-Besuch ihres gartenbaulich ausgebildeten Fachberaters.